BUCHBLOGGER

Eine Bereicherung, auch für Nicht-Betroffene!

Inhalt:
Ich glaube hier sagen die wenigen Worte auf dem Cover direkt alles. Es geht um Long Covid & ME/CFS. Und zwar nicht in Form eines Ratgebers mit Ernährungs – und Nahrungsergänzungsmittel Tipps, sondern es ist ein Bericht von der Autorin selbst. Sie ist einer der Betroffenen und erzählt uns sehr offen von ihrem Umgang damit.

Fazit:
Warum sollte man soviele Jahre „nach“ der Covidpandemie dieses Buch lesen?

Viele Mensche möchten aus dieser Zeit nicht mehr viel hören. Genug mit Masken, Test und Zahlen. Einerseits verständlich, andererseits überhaupt nicht. Denn ein Teil unserer Gesellschaft ist durch die Folgen dieser Pandemie, kein wirklicher Teil der Gesellschaft mehr. Sie sind geradezu unsichtbar geworden. Entweder, weil die komplett abgeschottet leben oder nur selten am „normalen“ Leben teilnehmen können. Mir war das alles beruflich schon lange aufgefallen. Nun bin ich sehr froh, das ich die persönliche Geschichte von Sabina Mari lesen durfte.

Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass wir gemeinsam auf dem Sofa sitzen. Einen Tee trinken und Sabina Mari mir ihre Geschichte erzählt. Ich hing an ihren Lippen. Hatte oft das Bedürfnis, sie einfach mal in den Arm zu nehmen. Mal präzise, mal gerade zu literarisch und poetisch, erzählt sie ihre Geschichte. Es gab Momente des Kopfschüttelns. Aufgrund ihrer Art; auch Momente zum Schmunzeln, aber die meiste Zeit war ich tief betroffen durch ihre Worte. Dieses Buch hinterlässt mich wirklich ehrfürchtig, denn für mich lautet die Botschaft: die Hoffnung niemals aufgeben!

Ich wünsche mir sehr, dass viele Menschen dieses Buch lesen. Für mehr Verständnis. Für mehr Aufklärung und hoffentlich für mehr Forschung. Das gilt natürlich für alle Krankheiten, die unter dem Radar verschwinden.

FUCK YOU, LONG COVID ist ein Anfang.
Eine Leseempfehlung;eine Bereicherung!

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Tolles Buch – für mich als Betroffene wichtig!

FUCK YOU, LONG COVID von Sabina Mari

Empathisch. Sympathisch. Lebensbejahend. Hoffnung-schenkend.

Zum Inhalt:
Seit einer überstandenen COVID Infektion leidet Sabina an Long Covid – und in ihrem Leben ist nichts mehr so, wie es vorher war. In empathischer, offener, ja fast schon literarischer Form lässt Sabina Mari den Leser teilhaben an ihrem Leben nach Corona – Verluste von Lebensqualität, Freundschaften und Alltag sowie Existenzsorgen inklusive. Aber Sabina gibt nicht auf, denn sie weiß: Sie wird wieder genesen. 

Wenn man jedes Wort, jeden Satz, jede Seite, jedes Kapitel „fühlt“ – wenn man denkt: Ich schaue in einen Spiegel: das bin ich, das ist meine Geschichte – wenn einem sogar zum Teil unbequeme Wahrheiten in sehr sympathischer und höchst empathischer Weise aufgezeigt werden – wenn es immer noch Hoffnung gibt … dann liest du wahrscheinlich gerade dieses Buch – ob als Betroffener oder vielleicht auch Angehöriger oder Interessierter …

Ich erkenne mich in diesem Buch in so vielen Situationen wieder – nicht nur in den negativen Erfahrungen, die man als Erkrankter zwangsläufig macht, sondern auch in den Bereichen der Hoffnung und allmählichen Genesung.

Ein wirklich gelungenes Buch für Betroffene, Angehörige und interessierte Leser.
Absolute Leseemfehlung.
10 von 10 Sternen
⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️

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Für mehr Sichtbarkeit

Mir wurde von einem ganz zauberhaften Menschen eine Rezension zu „Fuck You, Long Covid!“ geschickt, einfach weil diese Person an mich gedacht hat. Allein das hat mich schon unglaublich berührt. Da ich selbst unter anderem ME/CFS habe, ausgelöst durch Covid, habe ich mich so sehr gefreut zu sehen, dass es ein Buch gibt, das die persönliche Sicht auf diese Krankheit so ehrlich beschreibt. Endlich mal kein Ratgeber. Schon nach den ersten Seiten wusste ich: Dieses Buch wird etwas ganz Besonderes für mich!

Beim Lesen hatte ich so oft Tränen in den Augen und Gänsehaut am ganzen Körper, weil ich mich so gesehen und verstanden gefühlt habe. So viele Gedanken, Gefühle und Erfahrungen, die ich selbst kenne, standen plötzlich schwarz auf weiß vor mir. Mehr als einmal habe ich laut „Ja, ja, ja – verdammt!“ gesagt, weil Sabina genau das in Worte gefasst hat, was so viele von uns fühlen, aber oft nicht ausdrücken können.

Jedes Mal, wenn ich mich in einem Satz oder Absatz wiedergefunden habe, habe ich einen gelben Klebestreifen ins Buch geklebt, damit ich diese Stellen immer wieder finden kann. Tja … am Ende waren es 65 Stück. Irgendwann gingen mir die gelben aus, also habe ich – passenderweise genau an der Stelle, an der Sabina ihr NIEMANDSLAND beschreibt – zu orangen Klebezetteln gewechselt. Ein paar rote mussten am Ende auch noch dazu. Auch wenn ich den Teil der Genesung noch nicht komplett nachempfinden kann, weil ich mich selbst gerade noch an einem anderen Punkt befinde, hat es unglaublich gut getan, diese am Ende positive Wendung zu lesen. Vielleicht auch als etwas, woran ich mich festhalten kann.

Sabina hat mit diesem Buch wirklich ein wundervolles Buch-Baby auf die Welt gebracht. Ich möchte dir von Herzen danken – für den schönen Austausch mit dir und noch mehr für dieses besondere Buch. Danke, dass du Menschen, die oft nicht laut werden können, eine Stimme gibst. Danke, dass du ein Vorbild für mich geworden bist. Danke, dass du für uns kämpfst. Und danke, dass dein Buch so viel mehr schenkt als nur Verständnis.

Dieses Buch gebe ich auf jeden Fall nicht mehr her. Es wird einen festen Platz in meinem Regal haben, und ich weiß jetzt schon, dass ich immer wieder darin lesen werde. Mich hat dein Buch genau zur richtigen Zeit gefunden. Vielleicht wollte das Universum genau das. Und ich hoffe sehr, dass wir uns irgendwann einmal persönlich kennenlernen – und du dann auch mein Klebezettelbuch sehen kannst.

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